Feststellanlagen


Feuer- und Rauchschutztüren, Rauchschutzklappen und ähnliche bauliche Maßnahmen sind gesetzlich vorgeschriebene „Feuerschutzabschlüsse“. Sie verhindern bei einem Brand, dass sich giftige Brandgase, Rauch und Feuer durch Wand- und Deckenöffnungen überall im Gebäude ungehindert verbreiten können. So werden Menschen im Gefahrenfall geschützt und Sachwerte bewahrt.

Das Gesetz: Der Gesetzgeber verlangt, dass Feuerschutzabschlüsse ständig geschlossen sind.

Der Nachteil: Geschlossene Türen behindern den Personen- und Warenverkehr. Hotels, Kindergärten oder Krankenhäuser brauchen barrierefreie Durchgänge, um den ungestörten Publikumsverkehr oder reibungslose Betriebsabläufe zu garantieren.

Die Gefahr: Die Feuerschutzabschlüsse werden durch Keile oder ähnliche „Vorrichtungen“ offen gehalten, damit man nicht ständig die Türen öffnen und wieder schließen muss. Die Abschlüsse erfüllen im Brandfall ihre Aufgaben nicht mehr, es besteht Lebensgefahr.

Die Lösung: Feststellanlagen halten Feuerschutzabschlüsse geöffnet. Das heißt, im Normalfall hält die Feststellvorrichtung – ein Elektromagnet – die Tür permanent offen.

Personen und Waren können ungehindert passieren, die Betriebsabläufe werden nicht durch ständiges Türen-Öffnen und Türen-Schließen gestört.

Die Funktionsweise: Im Gefahrenfall, also schon bei Entstehung eines Brandes, werden die Feuerschutzabschlüsse geschlossen. Die Brandmelder erkennen völlig selbsttätig, auch außerhalb der Öffnungszeiten oder der arbeitsfreien Zeit, Rauch- oder Brandgase. Sie geben ihre Meldung an das Steuergerät weiter, die Stromzufuhr zum Elektromagneten wird unterbrochen und die Tür fällt zu. Die Schutzfunktion tritt somit sicher in Kraft und die Ausbreitung von Feuer und den hochgiftigen Rauch- und Brandgasen ist unterbunden.

feststellanlage-funktionsbeschreibung

 

 


Komponenten von Feststellanlagen:

  • Feststellvorrichtung (Haftmagnete): Sie halten die Türen im Normalbetrieb offen. Bei Alarm oder manueller Auslösung geben sie die Türen frei. Sie sind in nahezu allen Einsatzgebieten anwendbar und können entweder am Boden oder an der Wand angebracht werden.
  • Brandmelder: Sie überwachen die Rauchgaskonzentration im Raum. Wenn sie ansteigt, lösen sie einen Alarm aus. Da fast alle Brände mit einer Schwelphase beginnen, können diese Melder zuverlässig Rauch und Brandgaspartikel in der Luft erkennen. Eine andere Methode ist die Überwachung der Raumtemperatur, bei der Wärmemelder eingesetzt werden. Sie kommt vor allem in Räumen, in denen generell Staub, Rauch oder Dampf auftritt, zum Tragen wie etwa in der Holzverarbeitung oder in Küchen. Rauchmelder würden dort ansonsten auch im Normalbetrieb Alarm auslösen können. 
  • FSA-Steuergerät: Dabei handelt es sich um die zentrale Energie- und Auslösevorrichtung. Die Signale der Brandmelder kommen hier an und werden ausgewertet. Bei Alarm oder beim Betätigen des integrierten Auslösetasters unterbricht das FSA-Steuergerät die Versorgungsspannung der Magnete. Die Türen können nun sicher schließen und schotten das restliche Gebäude ab.
  • Hand-Auslösetaster: Sie werden in unmittelbarer Umgebung der Türen montiert, um die Türen auch manuell schließen zu können. Beim Betätigen der Taste wird der Stromkreis zu den Magneten unterbrochen und die Tür fällt zu.


Als zertifizierter Partner von unterschiedlichen Anbietern wie DORMA, Hekatron, GEZE und effeff bieten wir Ihnen umfassende Kompetenz rund um die Feststellanlage. Von der Beratung, Planung und Installation über die Abnahmeprüfung bis zur jährlichen Wartung alles in einer Hand.

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